Der PUMA-Problemlösungszyklus
Probleme effizient und einfach lösen
Einleitung
Das Tagesgeschäft in Unternehmungen
unabhängig von der Unternehmensgrösse wurde in den letzten Jahren immer
hektischer, komplexer und anspruchsvoller. Dies hat zur Konsequenz, dass die
Anforderungen an die Führungskräfte ständig gestiegen sind und weiter steigen
werden.
Allem voran ist die Bewältigung von
Problemstellungen im Tagesgeschäft und/oder in Projekten für die Führungskräfte
und Projektleiter eine anspruchsvolle Tätigkeit. Die Bewältigung von Probleme
und deren Herausforderungen belegen immer mehr Zeit im Arbeitszeitbudget von
Führungskräften, welche Ihnen dann für die Bearbeitung von anderen Aufgaben
fehlen. Die Bearbeitung von Problemen wird zumeist an langandauernden Sitzungen
oder bilateral und zumeist zwischen Tür und Angel mit dem Problemmitteiler und
Problemempfänger behandelt.
Hauptproblem
Es gibt sehr viele gute und klassische
Beschreibungen für den Problemlösungsprozess. Entweder weisen die eine gewisse
Komplexität auf, können nicht memorisiert werden, sind nicht stufengerecht in
der Anwendung oder werden schlicht weg ignoriert bzw. nicht angewendet. Eine weitere
Fehlerquelle ist die falsche Involvierung bzw. Integrierung des
Problemstellers. D.h. die Führungskraft mischt sich in die Beurteilung der
Ursache des Problems zu stark und zu früh ein und gibt die Möglichkeit auf,
seine Unterstellten in der Identifizierung und Erarbeitung von möglichen
Lösungsvorschlägen des Problems zu schulen bzw. zu involvieren.
Lösungsansatz
Sicherlich kommt Ihnen der Spruch:
"Chef, ich habe ein Problem!!" bekannt vor und schon beginnt der
unproduktive Problemlösungsprozess, da der Mitarbeiter vom Chef erwartet, dass
er nun das Problem für ihn löst.
PUMA-Schema
PUMA ist ein Akronym und steht für:
P: Problem (Problemschilderung)
U: Ursache (Ursache für das Problem bzw.
für die Problemstellung)
M: Massnahmen (Massnahmen um das Problem
bzw. die Problemstellung zu lösen)
A: Aktivität (einzuleitenden Aktivität(en)
um das Problem bzw. die Problemstellung zu lösen)
oder
Anträge
Abbildung 1: Grafische Darstellung -
Problemlösungszyklus
Gehen Sie folgendermassen vor und
halten Sie sich an das oben beschriebene Schema, welches einfach, verständlich,
nachvollziehbar und über alle Führungsstufen angewendet werden kann.
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P |
Leiten
Sie die Mitarbeiter an, dass Sie die Problemstellung
einfach, klar und verständlich beschreiben oder kommunizieren. Können Sie das
Problem nach den oben geforderten Kriterien beschreiben haben Sie das Problem
selber gründlich genug analysiert und stufengerecht aufgearbeitet. |
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U |
Leiten
Sie die Mitarbeiter an, dass Sie die Ursache
wie oben bereits beschrieben einfach, klar und verständlich beschreiben oder
kommunizieren. Können Sie das Problem nach den oben geforderten Kriterien
beschreiben haben Sie die Ursache selber gründlich genug analysiert und
stufengerecht aufgearbeitet. |
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M |
Die
zu erarbeitenden Massnahmen sind
ein zentrales Thema und grundsätzlich dort, wo sich die Führungskräfte zu
früh und zu stark einmischen. Damit verbauen Sie den entscheidenden Lern- und
Förderungseffekt des Mitarbeiters. Leiten Sie die Mitarbeiter an, dass Sie
mögliche Vorschläge bzw. Massnahmen stufengerecht erarbeiten und je nach
Komplexität entsprechend aufbereiten. Je nach Problemstellung und Komplexität
sind mehrere Massnahmen mit allfälligen Vor- und Nachteilen aufzubereiten. |
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A |
Jetzt
muss entschieden werden. Hier ist nun die Führungskraft oder der
Projektleiter gefragt. Auf Basis der vorgeschlagenen Massnahmen kann die
Situation und die Massnahme(n) klassifiziert, beurteilt und es kann entschieden
bzw. die Aktivität(en)
festgehalten werden. Ist
man in einem Team bzw. Projektteam findet der Entscheidungsfindungsprozess
u.U. im Team statt. Weitere
Möglichkeit |
Um neue „Werkzeuge“ bzw. Hilfsmittel
in einem Team oder Projekt einzuführen, benötigt je nach Konstellation oder
Veränderungsresistenz mehr oder weniger Aufwand. Führen Sie anhand von
Beispielen oder Anwendungsfälle das PUMA-Schema ein. Lassen Sie nicht locker,
wenn sich jemand nicht daran hält, zu wenig Zeit und Qualität in die
Beschreibung bzw. Formulierung investiert. Nur durch ein konsequentes
Einfordern erreichen Sie eine Veränderung. Sie werden sehen, dass nach
mehrmaligem Anwenden des Schemas, Ihre Mitarbeiter ein Gefühl dafür entwickeln
und erkennen, dass der Problemlösungsfindungsprozess bedeutend schneller
abgewickelt werden kann.
Grundsätzlich aber nicht in jedem Fall
ist der Problemlösungsfindungsprozess ein geschlossener Prozess. Jede gewählte
Massnahme bzw. definierte Aktivität kann zu einem neuen Problem führen und der
Prozess muss wieder durchlaufen werden.
Wie Sie den Problemlösungsprozess
anhand des PUMA-Schemas in Ihren Alltag einbauen ist Ihrer persönlichen
Freiheit überlassen. Sie können es in Sitzungsprotokolle mit Verknüpfung zu
einer Pendenzenliste, in Präsentationen, in mündlichen Problemlösungsprozess, etc.,
einbauen.
Berichten
Sie von Ihren Erfahrungen, Weiterentwicklungen, Ideen und lassen Sie uns davon profitieren.
Kontakt: puma@gammas.ch
Copyrightvermerk
Wer hat’s erfunden - Die Schweizer natürlich!!
Der PUMA-Problemlösungszyklus wurde
von mir 1994 zum 1. Mal beschrieben und angewendet. Der PUMA-Problemlösungszyklus
kann von jedem frei und unentgeltlich mit der Quellenangabe
(Marc Gamma / www.gammas.ch) verwendet werden.